Der Firmengründer
Géza Tipecska (1882-1958)


| 1882 | Geboren in Budapest, kam er als junger Ingenieur und Leutnant des Budapester Eliteregimentes der "Honveth-Husaren" 1905 nach München, um sich an der Kgl. Technischen Hochschule in verschiedenen Fächern zu vervollkommnen. | |||
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| 1916 | wurde er vom Militärdienst zurückgerufen, um als stv. Leiter des hydraulischen Institutes der TH München die Vorarbeiten für die Regulierung der mittleren Isar und die Staustufe Freimann weiterzuführen und abzuschließen. Dafür wurde er 1918 von König Ludwig III. von Bayern ausgezeichnet. | ![]() |
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| 1924 | eröffnete er in München unter dem Namen "Privat-Versuchslaboratorium Ing. G. Tipecska VDI" ein Labor für chemische Metallanalyse und Werkstoffprüfung |
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| Durch seine Bekanntschaft mit Prof. Ernst Mach, dem "Vater der Schallgeschwindigkeit" kam es zu einer engen Zusammenarbeit mit dessen Sohn, dem Physiker Dr. Ludwig Mach, in deren Folge eine Vielzahl von Forschungs- und Entwicklungsarbeiten durchgeführt wurden, z.B.: | ![]() Kleinstkälteerzeuger für Haushaltszwecke |
![]() Arbeiten zum Wasserstoffakkumulator |
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| Entwicklung eines kompensierten werkstatttauglichen Meßtasters mit Diagrammschreiber 1:500 u. 1:1000 | ![]() Homokinetisches Kardangelenk mit mehreren Freiheitsgraden (PAT. VOSS) |
![]() Entwicklung und Herstellung von Schnittkraft-Meßvorrichtungen für die TH Berlin |
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Für die Anfertigung von Mustern und Prototypen reichten die vorhandenen Arbeitsmittel nicht aus, so daß weitere Werkzeugmaschinen angeschafft wurden. Das war die Keimzelle des heutigen Fertigungsbetriebes, der letzlich aus einem Prüf- und Entwicklungslabor hervorgegangen ist. |
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| 1931 | wurden die Räumlichkeiten zu eng, man zog mit dem Labor in größere Räume. Dort konnten endlich auch eigene Patente und Konstruktionen realisiert werden, z.B. |
DREHFIX, ein Hand-Revolverstock mit beliebig vielen voreinstellbaren Werkzeugen zur Modernisierung alter Mechanikerdrehbänke |
![]() Zahnflanken-Evolventen-Prüfgeräte
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| In diesen drei Gerätetypen wurde auch der neue Meßtaster verwendet. | ![]() Zahnrad-Abroll-Prüfgeräte |
![]() Lagerballigkeits-Prüfgeräte für Motorenpleuel |
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| 1938 | konnte der Betrieb unter der Firmierung Feinmechanische Werkstätte in die Handwerksrolle eingetragen werden, das Labor als eigenständige Firmierung wurde aufgegeben. | |||
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| 1943 | musste der gesamte Betrieb aus München auf die Halbinsel Burg in Seehausen am Staffelsee ausgelagert werden. Dort wurde eine Werkshalle mit 600 qm sowie Lager-, Büro- und Wohnräume aus RAD-Holzfertigteilen errichtet |
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| 1945 | wurde der Betrieb von den Amerikanern beschlagnahmt und fast das gesamte Inventar der Konstruktionsbüros samt unzähligen Patentschriften abtransportiert. Der Rest wurde in zahlreichen Einbrüchen geplündert. Elektromotoren der Maschinen, Büroaustattungen, Schraubstöcke, Meßgeräte, Handwerkzeug und Vormaterial waren begehrte Beute. |
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| 1947 | konnte nach Aufhebung der Beschlagnahme ein Neuanfang versucht werden. Unter großen Schwierigkeiten konnten einfache Lohnaufträge abgearbeitet werden (später dann Fernschreiberteile, Kameraentfernungsmesser, Nähmaschinen (in Teilen), Reparaturen von Kabelmeßkoffern). |
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| 1949 | begann in Zusammenarbeit mit dem dann jahrzehntelangen Stammkunden SPIESS in Gersthofen die Fertigung einer Vorkriegstype eines Bogentrenners für Bogenanleger, sog. Saugkopf, der Stapeldruckmaschinen. Die zahlreichen Weiterentwicklungen dieses Apparates, natürlich in sämtlichen Anforderungen an moderne Druckmaschinen ausgerichtet, werden im Hause Tipecska bis heute für verschiedene Kunden gebaut und hierbei auch eigene Bogentrenner/Saugköpfe entwickelt. | ![]() |
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| 1952 | fiel die Entscheidung, das Unternehmen nicht nach München zurückzuverlagern. | |||
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| 1956 | In der Folge wurde das heutige Unternehmensgelände in Riedhausen erworben und ein Neubau errichtet, in welchen das Unternehmen einziehen konnte | ![]() |
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| 1958 | Nach dem Tod des Firmengründers übernimmt dessen Sohn, Dipl.-Wirtsch.-Ingenieur (FH) Géza Johannes Tipecska nach einigen Jahren als Entwicklungsingenieur bei AGFA in München die Unternehmensleitung. | |||
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| 1962 | Aus den Erfahrungen durch den Bau von Werkzeugen und Vorrichtungen entstand der Entschluß, Spezialvorrichtungen und Sondermaschinen in eigener Konstruktion für verschiedene Kunden (z.B. WEBASTO, Siemens, BMW) nach den jeweiligen Kundenwünschen herzustellen. Dies ist heute neben der Serienfertigung von Bogentrennern, Tablettierwerkzeugen, Modulen und anderen Apparaten das zweite Standbein des Unternehmens. |
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| 1963 | .Mit den ersten Tablettierwerkzeugen als Lohn-Ersatzteile für die Süd-Chemie in München beginnt der Bereich Tablettenwerkzeuge stetig zu wachsen. Noch heute beliefern wir die Süd-Chemie AG als Partner in einem engen und fruchtbaren Lieferverhältnis. |
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| 1989 1996 |
Nach 25 Jahren stetigem Wachstum und Ausbau der Kundenbeziehungen wird das bestehende Betriebsgebäude durch den Neubau auf 1900 m² erweitert. Dadurch wird der Grundstein zu weiteren konsequenten Investitionen in neue Fertigungstechnologien (z.B. Drahterosion) gelegt. Der Generationswechsel wird eingeleitet. Nach intensiven Beratungen und Gesprächen beteiligt Geza Tipecska sen. die beiden älteren von seinen drei Söhnen, Geza jun. und Christian mit wesentlichen Anteilen und Einflussmöglichkeiten am Unternehmen. Der jüngste Bruder, Alexander, entscheidet sich für eine erfolgreiche Selbstständigkeit ausserhalb des Unternehmens. Geza und Christian identifizieren die Bereiche der Bogentrenner und der Tablettierwerkzeuge als Felder mit dem meisten und intensivsten Know-how und bauen diese zu eigenen Unternehmensbereichen mit eigener Forschungs- und Entwicklungstätigkeit aus. |
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| 2000 | Nach 42 erfolgreichen Jahren, in denen das Unternehmen von 15 auf über 70 Mitarbeiter gewachsen ist, legt Géza Tipecska sen. zum Jahresende die Geschäftsführung nieder und übergibt sie seinen beiden Söhnen Géza junior und Christian Tipecska. Damit beendet er den von ihm eingeleiteten 4-jährigen Prozess der komplikationslosen Unternehmensübergabe. Im Rahmen einer Betriebsfeier verabschiedet sich Géza Tipecska sen. von seinen Mitarbeitern und bedankt sich für ihre jahre- und jahrzehntelange Treue zum Familienunternehmen. Géza junior und Christian, von nun an Geschäftsführer und Mehrheitsgesellschafter, blicken auf 4 Jahre „Lernphase“ zurück und versprechen die soziale, gerechte und kompetente Unternehmensführung des Vaters und Großvaters auch in der dritten Generation fortzuführen. Der Betriebsrat bedankt sich bei Geza Tipecska sen. herzlich im Namen aller Kolleginnen und Kollegen und wünscht den beiden neuen Unternehmern eine allzeit glückliche Hand. Viel zu selten findet man in Familienunternehmen die Situation vor, daß sich - wie bei der Tipecska Maschinenbau GmbH – die dritte Generation mit dem Unternehmen identifiziert und der Generationenwechsel reibungslos vonstatten geht. |
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| 2001/ 2002 |
Mit konsequenten Investitionen bringen die beiden neuen Eigentümer das Unternehmen weiter voran. Ein 2-Palettenfräszentrum von Deckel und ein 8 Palettenfräszentrum von Heckert ersetzen nicht nur die bisherigen Fertigungsmöglichkeiten, sondern bauen diese auf dem technischen Stand von morgen weiter aus. |
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| 2003 | Organisatorisch verabschiedet sich das Unternehmen von der bisherigen „Meisterstruktur“ und organisiert sich sehr erfolgreich neu mit Gruppen- und Teamleitern. Damit wird die Verwaltung verschlankt und gleichzeitig schlagkräftiger. Tradition: Eines bleibt wie es war: Die Inhaber geben den Mitarbeitern weitgehende Freiheiten und sorgen so für hohe Motivation und Leistungsbereitschaft. Vertrauen ist die Grundlage für erfolgreiches Handeln. |
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| 2004 | Der Bereich Handlingsmodule wird ausgebaut. Der Markt verändert sich, neue Möglichkeiten entstehen, bisherige Anwendungen veraltern schnell. Mit dem Marktführer im Bereich der pneumatischen Handlingsautomation und einem weiteren Hersteller aus Deutschland finden zwei neue Kunden in der TIPECSKA MASCHINENBAU GmbH den richtigen Partner für zuverlässige und innovative Präzisionsbaugruppenfertigung. |
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| 2006 | Mit der Investition der CNC-Flachschleifanlage Marke Minini wird der Bereich Feinstbearbeitung gestärkt. Dies entspricht der Strategie des Unternehmens, den Bereich der Präzisionsfertigung auszubauen. | |||
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| 2007 | Die Zeit ist reif für ein Dreh-Fräszentrum. Speziell für den wachsenden Bereich Tablettierwerkzeuge stellt diese Investition eine dramatische Kapazitätsausweitung bei gleichzeitiger deutlicher Senkung der Bearbeitungszeiten dar. Die Tipecska Maschinenbau kann so den Kunden höhere Flexibilität bei stabilen Preisen bieten. |
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| 2008 | Die Senkerosion wird durch den Kauf einer Anlage der Marke Deckel als Technologie ins Haus geholt. Viele Anwendungen können nun einfach und präzise im Haus realisiert werden. Tipecska wächst! Sowohl der Auftragseingang als auch der Umsatz steigt um rund 20%. Eine riesige Herausforderung, die im Sinne unserer Kunden durch die Belegschaft excellent gemeistert wird. |
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| 2009 | Ein neues CAD-CAM System wird investiert. Den immer umfangreicheren Bauteilen und der Anforderung an immer kürzer werdene Lieferzeiten begegnet Tipecska erfolgreich mit diesem Schritt. | |||
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